Das Stanford Center on Longevity (SCL) erforscht, wie sich längere Lebensspannen gestalten lassen; mit der New Map of Life liegt seit dem Start 2018 eine Agenda für Politik, Bildung, Städtebau und Gesundheitssysteme vor. Seit dem 23. Juni 2026 steht fest, dass David Rehkopf im August 2026 die Leitung von Laura Carstensen übernimmt. Für Health‑Tech‑Anbieter bedeutet das: Die Debatte verschiebt sich von einzelnen Biomarkern zu Lebensphasen und Systemfragen. Die Angaben stammen aus englischsprachigen Quellen der Universität und des Zentrums und sind hier übersetzt.
Das Zentrum wurde 2007 gegründet. Die New Map of Life startete laut SCL 2018; der vollständige Bericht trägt auf der SCL‑Seite das Datum April 2022. Ob der Bericht zuvor schon in einer früheren Fassung vorlag, geht aus der Seite nicht hervor; Einzelheiten dazu werden hier deshalb nicht genannt.
Der Bericht untersucht neun Bereiche: frühe Kindheit, Bildung, Arbeit, finanzielle Sicherheit, gebaute Umwelt (also Stadtplanung, Wohnen und Infrastruktur), Umwelt und Klima, Gesundheit und Technologie, Lebensstil und Fitness sowie Beziehungen zwischen den Generationen. Er argumentiert, dass klassische Messgrößen wie das Bruttoinlandsprodukt den Wert der Arbeit, Pflege und ehrenamtlichen Tätigkeit älterer Menschen nicht erfassen. Als Voraussetzung für Erfolg nennt er längeres, gesünderes Leben für die gesamte Bevölkerung und den Abbau langjähriger Ungleichheiten nach Herkunft und sozialer Schicht in Gesundheit, Bildung und Wohnen.
Für Health‑Tech‑Anbieter und Investorinnen heißt das: Wer Evidenz vorlegen will, sollte nicht nur digitale Messwerte, sondern auch Wirkungen auf Versorgung, Teilhabe und Arbeitsfähigkeit über Lebensphasen hinweg belegen. Das ist eine Ableitung aus den genannten Themenfeldern, keine ausdrückliche Vorgabe des SCL.
Personell ist das SCL in eine neue Phase gegangen: Die Universität kündigte am 23. Juni 2026 an, dass David Rehkopf im August 2026 die Leitung übernimmt. Carstensen bleibt der Lehre treu und will mehr Zeit für Forschung in ihrem Life‑span Development Laboratory (Labor für Entwicklung über die Lebensspanne) aufwenden.
Einordnung
Die New Map of Life verschiebt die Debatte über Langlebigkeit von reiner Biomedizin auf System‑ und Umsetzungsfragen. Für Unternehmer, Klinikleitungen und Investoren bedeutet das mehr Gewicht für interdisziplinäre Studien, Partnerschaften mit Forschungszentren und Evidenz über Versorgungseffekte.











