Der Londoner Wellness-Marktplatz Healf führt das diesjährige Ranking „Sifted 250“ der am schnellsten wachsenden Startups Europas an. Nach Unternehmensangaben erzielt Healf einen annualisierten Umsatz von mehr als 100 Millionen Pfund mit weniger als 100 Beschäftigten. Deutschland ist der erste Markt außerhalb Großbritanniens. (Aus dem Englischen übersetzt und zusammengefasst.)
Was Healf anbietet
Healf versteht sich als personalisierte Wellbeing-Plattform. Das Konzept ruht auf vier Säulen: Ernährung, Bewegung, Geist und Schlaf. Verbunden werden Blutbiomarker, Daten aus Wearables, kuratierte Produkte und Beratung durch Fachleute. Die Firma bringt Kundinnen und Kunden also mit Produkten zusammen, die zu ihren Messwerten passen, und verdient am Verkauf. CEO Lestat McCree sieht ein Entscheidungsproblem der Branche: Wellness habe kein Produkt-, sondern ein Entscheidungsproblem, zu viel Auswahl, zu wenig Orientierung.
Kapital und Expansion
Am 31. August 2026 meldete das Unternehmen eine Minderheitsfinanzierung in nicht genannter Höhe. Angeführt wurde sie von SEMCAP Beauty & Wellness, beteiligt sind unter anderem Pentland Ventures, Ami Capital, IRIS, Active Partners, Sequel und Dara5 sowie Prominente und mehr als 40 Sportler als Privatinvestoren. Das Geld soll in Produktentwicklung und die internationale Expansion fließen.
Einordnung
Healf ist ein Konsumgüterhändler mit Datenschicht, kein Medizinprodukte- oder Versorgungsanbieter. Für den Digital-Health-Markt in Deutschland ist das trotzdem relevant: Der Anbieter besetzt die Schnittstelle zwischen Selbstmessung und Kauf, an der bisher Apotheken, Drogerien und Nahrungsergänzungsmarken konkurrieren. Wachstum und Umsatz sind Eigenangaben; offen bleibt, wie profitabel das Geschäft ist und wie Healf mit den strengeren deutschen Regeln für Gesundheitsversprechen und Datenschutz umgeht.











