Die US-Regierung hat die endgültige Regel für das Pilotprogramm GLOBE veröffentlicht, das die Preise von in Arztpraxen verabreichten Medicare-Arzneimitteln senken soll. Sie gilt nach Angaben aus Washington nur für vier Unternehmen und spart rund 96 Prozent weniger als der ursprüngliche Vorschlag. (Aus dem Englischen übersetzt und zusammengefasst.)
Was GLOBE ist, und wer ausgenommen ist
Der Global Benchmark for Efficient Drug Pricing (GLOBE) ist eines von zwei verpflichtenden Pilotprogrammen der Regierung von Donald Trump, mit denen Hersteller ihre Medicare-Preise auf das Niveau anderer reicher Länder senken sollen. Dieser Ansatz heißt Most-Favored-Nation-Preisgestaltung (MFN). Das zweite Programm, GUARD, befindet sich noch im Entwurfsstadium.
Beide Piloten sind an freiwillige Abkommen gekoppelt, die das Weiße Haus mit Herstellern über MFN-Preise für Medicaid-Versicherte geschlossen hat. Unternehmen mit einem solchen Abkommen sind laut finaler Regel von GLOBE ausgenommen. Das Weiße Haus hat Vereinbarungen mit 26 Pharmaunternehmen angekündigt.
Was Analysen zuvor erwarteten
Eine Analyse in „The Lancet“ schätzte die Einsparungen durch beide Programme zusammen, GLOBE und GUARD, in der Anfangsphase auf rund 11,6 Milliarden US-Dollar jährlich, eine Senkung der Ausgaben für die betroffenen Arzneimittel um 16 bis 18 Prozent. Der Hauptautor Thomas Hwang warnte, der Ausschluss von Unternehmen mit Regierungsabkommen würde einen erheblichen Teil der projizierten Einsparungen beseitigen; die Schätzung lag bei nahezu 80 Prozent. Die Endfassung liegt nach den jetzt gemeldeten 96 Prozent noch darüber. Diese Zahl entstammt der Berichterstattung; eine Herleitung der Dollarbeträge liegt nicht vor.
Rechtliche Risiken sind nicht ausgeräumt: Experten halten es für möglich, dass die Programme bei einer Umsetzung angefochten werden.
Einordnung
Aus einer Preisreform für ein großes Segment wird damit ein Instrument mit enger Reichweite, das vor allem durch die Abkommen zwischen Regierung und Konzernen bestimmt wird, nicht durch die Verordnung. Für die betroffenen Hersteller dürfte das Risiko sinken. Wie stark sich das auf Erstattung in Praxen und Kliniken oder auf Preise im Ausland auswirkt, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht ableiten.











