Novartis hat 2025 den Umsatz um 8 Prozent auf 54,5 Milliarden US-Dollar gesteigert (währungsbereinigt, ebenfalls +8 Prozent) und eine Kernmarge von 40,1 Prozent erreicht. Das operative Kernergebnis stieg auf 21,9 Milliarden Dollar. Für 2026 erwartet das Unternehmen dagegen ein niedriges einstelliges Umsatzwachstum bei einem leicht sinkenden Kernergebnis. Die Zahlen wurden am 4. Februar 2026 veröffentlicht; die Angaben sind aus dem Englischen übersetzt.
Der Nettogewinn lag bei 14,0 Milliarden Dollar (+19 Prozent währungsbereinigt), der Kerngewinn je Aktie bei 8,98 Dollar. Der freie Cashflow erreichte 17,6 Milliarden Dollar. Die Dividende soll auf 3,70 Franken je Aktie steigen, die 29. Erhöhung in Folge seit 1996.
Treiber des Wachstums sind wenige, stark expandierende Präparate. Das Brustkrebsmittel Kisqali legte um 57 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar zu, das Multiple-Sklerose-Medikament Kesimpta um 36 Prozent auf 4,4 Milliarden. Das radioligandenbasierte Prostatakrebsmittel Pluvicto (Radioligand: ein Wirkstoff, der radioaktive Strahlung gezielt an Tumorzellen bringt) wuchs um 42 Prozent auf knapp 2,0 Milliarden, der Cholesterinsenker Leqvio um 57 Prozent auf 1,2 Milliarden. Scemblix, ein Mittel gegen chronische myeloische Leukämie, kam auf 1,3 Milliarden (+85 Prozent).
Gegenläufig wirken Generika: Sie kosteten das Wachstum 6 Prozentpunkte. Das Herzmittel Entresto, mit 7,7 Milliarden Dollar noch immer das umsatzstärkste Präparat, ging um 2 Prozent zurück; Tasigna verlor 34 Prozent, Promacta 27 Prozent. Im vierten Quartal stagnierte der Umsatz auf 13,3 Milliarden Dollar (-1 Prozent währungsbereinigt), die Kernmarge lag bei 37,0 Prozent.
Im Schlussquartal erhielt die Gentherapie Itvisma gegen spinale Muskelatrophie die Zulassung der US-Behörde FDA für ein breites Patientenspektrum. Für Pluvicto in einem früheren Prostatakrebsstadium sowie für Remibrutinib bei einer Form chronischer Nesselsucht wurden Zulassungsanträge gestellt. Positive Phase-III-Daten gab es unter anderem für Ianalumab bei Sjögren-Syndrom und für Fabhalta bei IgA-Nephropathie. Die Übernahme von Avidity Biosciences, die Programme gegen Muskelerkrankungen wie myotone Dystrophie Typ 1 und FSHD bringen soll, ist für das erste Halbjahr 2026 geplant.
Einordnung
Novartis zeigt, wie ein reiner Pharmakonzern Margen jenseits der 40 Prozent erzielt: durch Fokussierung auf wenige patentgeschützte Wachstumsprodukte. Zugleich legt die Prognose für 2026 offen, wie stark auslaufende Patente das Geschäft bremsen. Für den Digital-Health-Markt ist vor allem relevant, dass Radioligand- und Gentherapien aufwendige Versorgungsketten verlangen – ein Feld für Software, Diagnostik und Logistik.











