GSK hat 2025 den Umsatz auf 32,7 Milliarden Pfund gesteigert (+7 Prozent zu konstanten Wechselkursen, +4 Prozent zu aktuellen) und das operative Kernergebnis um 11 Prozent auf 9,78 Milliarden Pfund erhöht. Für 2026 erwartet das Unternehmen 3 bis 5 Prozent Umsatz- und 7 bis 9 Prozent Kernergebniswachstum. Die Zahlen wurden am 4. Februar 2026 vorgelegt; die Angaben sind aus dem Englischen übersetzt.
Der Kerngewinn je Aktie (Gewinn bereinigt um Einmal- und Bewertungseffekte) stieg um 12 Prozent auf 172,0 Pence, der freie Cashflow lag bei 4,0 Milliarden Pfund. Die Dividende für das Gesamtjahr beträgt 66 Pence je Aktie. Im vierten Quartal setzte GSK 8,6 Milliarden Pfund um, ein Plus von 8 Prozent zu konstanten Kursen.
Das Wachstum kommt aus dem Geschäft mit Spezialmedikamenten: Es legte um 17 Prozent auf 13,5 Milliarden Pfund zu. Darin wuchs das Segment Atemwegs-, Immunologie- und Entzündungskrankheiten um 18 Prozent auf 3,8 Milliarden Pfund, die Onkologie um 43 Prozent auf 2,0 Milliarden Pfund, das HIV-Geschäft um 11 Prozent auf 7,7 Milliarden Pfund. Impfstoffe kamen auf 9,2 Milliarden Pfund (+2 Prozent); der Gürtelrosen-Impfstoff Shingrix, größtes Produkt der Sparte, setzte 3,6 Milliarden Pfund um (+8 Prozent). Die klassischen Medikamente („General Medicines“) schrumpften um 1 Prozent auf 10,0 Milliarden Pfund.
Pipeline und Ausblick
Fünf wichtige Zulassungen der US-Behörde FDA verzeichnete GSK 2025, darunter das Myelom-Mittel Blenrep und Nucala bei COPD, der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung. 2026 erwartet das Unternehmen zwei weitere bedeutende Zulassungen: Bepirovirsen gegen Hepatitis B und Tebipenem gegen Harnwegsinfektionen. Langfristig hält Konzernchef Luke Miels an dem Ziel fest, den Umsatz bis 2031 auf mehr als 40 Milliarden Pfund zu steigern.
Einordnung
GSK wächst dort, wo Patente und Pipeline tragen: bei HIV, Onkologie und Atemwegserkrankungen, während das Altgeschäft stagniert. Die Prognose für 2026 ist moderater als das Ergebnis 2025 und zeigt, dass das Wachstum von Zulassungen abhängt, die noch ausstehen. Für Kliniken und Praxen bedeutet das vor allem neue Optionen bei Hepatitis B und Harnwegsinfektionen, sofern die Behörden zustimmen.











