Startups

tio health: Berliner Startup startet App für Eltern vor Kinderarztterminen

Die kostenlose Beta soll Symptome festhalten, Termine vorbereiten und Eltern rund um die Uhr bei Unsicherheiten begleiten.

By Christian KloewerPosted 6. Dezember 2025

Das Berliner Healthtech-Startup tio health hat im September 2025 die Beta-Version seiner gleichnamigen App für Eltern vorgestellt. Sie soll Familien helfen, Arzttermine für ihre Kinder vorzubereiten, Symptome und Medikamente festzuhalten und bei Unsicherheiten eine Antwort zu bekommen. Die Ankündigung am 14. September 2025 erfolgte rund um den Welttag der Patientensicherheit am 17. September; Familien in Deutschland können die Beta kostenlos testen. Die Angaben stammen aus einer englischsprachigen Mitteilung und sind übersetzt.

Entwickelt wurde die App nach Angaben des Unternehmens von Eltern, Kinderärzten und Fachleuten für digitale Gesundheit. Als Kontakt nennt die Ankündigung den Mitgründer Raphael Heber. Angaben zu Gründungsjahr, Teamgröße oder Finanzierung macht das Startup nicht.

Die App bündelt mehrere Funktionen: das Festhalten von Symptomen und Terminen, altersgerechte Informationen zu Kinderkrankheiten, die Vorbereitung auf Arztbesuche, einen Abgleich von Medikamenten und Allergien sowie eine chatbasierte Unterstützung rund um die Uhr. Ziel ist es, dass Eltern in der Praxis strukturiert berichten können, was zu Hause beobachtet wurde. Das Unternehmen betont, die App ersetze keine ärztliche Diagnose, Behandlung oder Notfallversorgung.

Das Startup verknüpft die Markteinführung mit dem Thema Patientensicherheit in der Kindermedizin. Zur Begründung verweist es auf Angaben, nach denen bis zu 91 Prozent der Kinder auf pädiatrischen Intensivstationen mindestens einem sicherheitsrelevanten Ereignis ausgesetzt sind. Das Motto der Weltkampagne 2025 lautete „Sichere Versorgung für jedes Neugeborene und jedes Kind“. Die App sei nach eigenen Angaben an den Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation zur Beteiligung von Patienten und zur Sicherheit in der Kindermedizin ausgerichtet.

Einordnung

Ob die App den Praxisalltag entlastet, hängt davon ab, ob Kinderarztpraxen die erfassten Informationen nutzen können. Ein Chat zu Gesundheitsfragen birgt Haftungs- und Qualitätsrisiken, die das Startup durch Hinweise begrenzt. Für Investoren zählt vor allem, wie sich die Beta zu einem tragfähigen Geschäftsmodell entwickelt; belastbare Nutzer- oder Umsatzzahlen liegen nicht vor.

Christian Kloewer

Christian Kloewer

Tech & Startups

Christian Kloewer schreibt bei MIDO Health über Health-Tech, Startups und Finanzierungen. Er kommt aus der Kommunikation und dem Digitalgeschäft und liest Gründungen im Gesundheitswesen mit dem Blick des Machers: Was löst das Produkt, wer bezahlt dafür, und trägt das Modell?

Unsere Kooperationspartner

Wir danken unseren Partnern für die freundliche Unterstützung

esanumHelloBetterHartmannbundHealth Captains ClubmedicasTechniker KrankenkasseAMBOSSMWV Medizinisch Wissenschaftliche VerlagsgesellschaftBKK ProVitaFelix MedicusesanumHelloBetterHartmannbundHealth Captains ClubmedicasTechniker KrankenkasseAMBOSSMWV Medizinisch Wissenschaftliche VerlagsgesellschaftBKK ProVitaFelix Medicus

Mindful Doctor Konferenz