Startups

seed + speed Ventures schließt dritten Fonds mit 90 Millionen Euro

Der Berliner Frühphaseninvestor von Carsten Maschmeyer setzt auf B2B-Software und KI im Unternehmensalltag und öffnet sich über den DACH-Raum hinaus.

By Christian KloewerPosted 4. Februar 2026

Der Berliner Frühphaseninvestor seed + speed Ventures hat seinen dritten Fonds bei 90 Millionen Euro geschlossen. Geplant waren ursprünglich 30 Millionen Euro; die Obergrenze (Hard Cap) wurde mit Zustimmung der Anleger zweimal angehoben. Das Geld soll in europäische B2B- und Enterprise-Software-Startups fließen, die sich mit der sicheren Einführung und Nutzung von künstlicher Intelligenz im Unternehmensalltag befassen. Die Angaben stammen teils aus englischsprachigen Meldungen und sind übersetzt.

Als Managing Partner führen Carsten Maschmeyer und Alexander Kölpin den Investor. Zu den Kapitalgebern zählen institutionelle Anleger wie Banken, Stiftungen, Medienhäuser, Family Offices und Industrieholdings, außerdem Akteure aus der Rechts- und Steuerbranche sowie vermögende Privatpersonen.

Tickets, Takt und Reichweite

Die Erstinvestments liegen zwischen 500.000 Euro und 1,5 Millionen Euro, hinzu kommen Folgeinvestitionen von mehreren Millionen Euro je Beteiligung. Geplant sind sieben bis neun neue Startups pro Jahr. Seit dem Sommer 2024 hat der Investor 13 Beteiligungen aufgebaut, darunter Orq.ai, RIIICO, Optimuse und Eleven Dynamics aus den Niederlanden, Deutschland, Österreich und der Schweiz. Neu ist die geografische Öffnung: Die ersten beiden Fonds richteten sich ausschließlich an Gründerinnen und Gründer im deutschsprachigen Raum, der dritte Fonds nimmt erstmals Startups von außerhalb des DACH-Raums auf. Neben Kapital bietet das Team Unterstützung bei Vertrieb, Marketing, PR, Social Media und beim Aufbau der Markteinführung.

Die Meldung gehört zu einer Reihe neuer deutscher Fondsabschlüsse Anfang 2026; im selben Umfeld nennen Branchenberichte unter anderem DTCP mit 500 Millionen Euro und Ananda Impact Ventures mit 73 Millionen Euro.

Einordnung

Ein auf das Dreifache überzeichneter Fonds zeigt, dass für KI-Anwendungen im Unternehmenskontext Kapital verfügbar ist. Einen Gesundheitsschwerpunkt hat der Fonds nicht; relevant ist er für Health-Tech-Gründer dennoch, wenn ihr Produkt Software für Kliniken, Praxen oder Verwaltung ist, bei der Datenschutz und KI-Sicherheit zentral sind. Gründerinnen und Gründer sollten prüfen, ob ihr Modell in das Raster von B2B-Software und Pre-Seed- bis Seed-Phase passt.

Christian Kloewer

Christian Kloewer

Tech & Startups

Christian Kloewer schreibt bei MIDO Health über Health-Tech, Startups und Finanzierungen. Er kommt aus der Kommunikation und dem Digitalgeschäft und liest Gründungen im Gesundheitswesen mit dem Blick des Machers: Was löst das Produkt, wer bezahlt dafür, und trägt das Modell?

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