Startups

Ananda Impact Ventures: 73 Millionen Euro für den fünften Fonds

Der Münchner Impact-Investor sammelt mehr als geplant ein und nennt Gesundheit neben Klima und Biodiversität als Schwerpunkt.

By Christian KloewerPosted 4. Februar 2026

Der Münchner Wagniskapitalgeber Ananda Impact Ventures hat am 19. Januar 2026 den ersten Close (erste Abschlussrunde, weitere Zeichnungen sind möglich) seines fünften Fonds, des Core Impact Fund, bei 73 Millionen Euro bekanntgegeben. Ursprünglich waren 50 Millionen Euro geplant. Nach Angaben des Unternehmens ist es der größte erste Close in der 16-jährigen Firmengeschichte. Die Angaben stammen aus englischsprachigen Meldungen und sind übersetzt.

Gegründet haben Ananda 2009 Johannes Weber und Florian Erber. Über inzwischen fünf Fonds verwaltet das Haus nach eigenen Angaben 270 Millionen Euro.

Wer zeichnet und wohin das Geld geht

Zu den Anlegern des neuen Fonds zählen der Europäische Investitionsfonds (EIF), die NRW.BANK, Investcorp-Tages, die Stiftung Mercator und mehr als 40 europäische Family Offices. Investiert wird in Gründerinnen und Gründer, die skalierbare Lösungen für Klima, Gesundheit, Biodiversität und soziale Inklusion entwickeln. Als Themenfelder nennt der Investor außerdem biologiebasierte Industrie, naturinformierte Gesundheitsversorgung und unternehmerische Bildung. Zum Portfolio zählen laut Mitteilung unter anderem OroraTech, IESO, NatureMetrics, Differential Bio, Resistomap und OneDay.

Der Ansatz ist systemisch: Die Firma will gesellschaftliche und ökologische Probleme als zusammenhängend behandeln. Erber beschreibt ein Team aus Biologen, Ingenieuren und Unternehmern, das in Systemen denkt.

Pro Beteiligung investiert Ananda laut Meldung zwischen 0,5 und 3 Millionen Euro, über die Laufzeit eines Unternehmens bis zu 8 Millionen Euro. Eine Zielgröße für das finale Closing nennt die Mitteilung nicht.

Einordnung

Impact-Fonds sind für Health-Tech-Gründer eine Ergänzung zu klassischem Wagniskapital, vor allem wenn ein Produkt messbaren Nutzen für Versorgung oder Prävention nachweisen kann. Öffentliche Ankerinvestoren wie EIF und NRW.BANK stützen die Finanzierungsbasis, Gesundheit ist hier aber nur eines von mehreren Feldern. Wer sich bewerben will, sollte neben dem medizinischen Nutzen auch die Skalierbarkeit belegen.

Christian Kloewer

Christian Kloewer

Tech & Startups

Christian Kloewer schreibt bei MIDO Health über Health-Tech, Startups und Finanzierungen. Er kommt aus der Kommunikation und dem Digitalgeschäft und liest Gründungen im Gesundheitswesen mit dem Blick des Machers: Was löst das Produkt, wer bezahlt dafür, und trägt das Modell?

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