Der britische KI-Minister Kanishka Narayan arbeitet nach Angaben des Magazins Sifted vom 30. September 2026 mit Nachdruck an Änderungen bei Wettbewerbsverboten (Non-Competes). Im Blick hat er auch lange Kündigungsfristen und die bezahlte Freistellung während der Kündigungszeit (Garden Leave). Die Angaben sind aus dem Englischen übersetzt.
Anlass ist ein offener Brief britischer Gründer und Investoren, die solche Regeln einschränken wollen. Unterzeichnet haben ihn laut Sifted unter anderem Vertreter junger KI-Unternehmen. Aus Sicht der Initiatoren bremsen Fristen von mehreren Monaten den Wechsel von Fachkräften und damit das Wachstum von Startups.
Die Regierung hatte im Juli 2026 eine KI-Taskforce des Premierministers eingerichtet, deren Vorsitz Lord Patrick Vallance übernimmt, laut GOV.UK vom 24. Juli 2026. Ein konkreter Gesetzentwurf zu Non-Competes liegt nach den vorliegenden Informationen noch nicht vor; Inhalt und Zeitplan sind offen.
Für Health-Tech ist das Thema mittelbar relevant. Entwickler mit Erfahrung in Medizinprodukterecht, klinischer Validierung oder Datenengineering sind gefragt, und lange Bindungsfristen verzögern Neueinstellungen. Eine Lockerung würde vor allem junge Unternehmen begünstigen, die um Talente mit etablierten Anbietern konkurrieren. Umgekehrt müssten Arbeitgeber Geheimhaltung und die Zuordnung von Erfindungen vertraglich genauer regeln.
Einordnung: Bisher ist es eine politische Absichtserklärung, keine Regel. Für Gründer und Investoren in Digital Health lohnt es, die Entwicklung zu beobachten, weil sie Einstellungskosten und Vertragsgestaltung berühren kann. Ob und wann Änderungen kommen, ist offen.











