CareConnect aus Hamburg will ambulante Pflegedienste mit einer einzigen Software ausstatten. Gründer ist laut der Startup-Meldung Simon Nazeri Kahkani. Die Plattform soll Routenplanung, Dienstpläne, Pflegedokumentation, Leistungsnachweise, Abrechnung und Kommunikation zusammenführen und DSGVO-konform betrieben werden. Am 2. September 2026 wurde das Unternehmen als neues Startup gelistet.
Das Versprechen ist deutlich formuliert: Die Kampagnenseite nennt CareConnect das „erste komplett fertige, cloudbasierte Betriebssystem für Pflegedienste“. Es solle Pflegekräfte entlasten, statt zusätzliche IT-Probleme zu schaffen. Cloudbasiert heißt, dass die Anwendung nicht auf eigenen Servern des Pflegedienstes läuft, sondern über einen Anbieter im Internet bereitgestellt wird.
Für die Finanzierung setzte das Team auf Crowdfunding. Die Kampagne lief 60 Tage, vom 4. Juli bis 2. September, mit einem Ziel von 38.000 Euro. Nach den Angaben auf der Projektseite kam kein Betrag zusammen, es gab keine Unterstützer; die Kampagne gilt als nicht erfolgreich. Preise, Belohnungsstufen, Teamgröße und Kundenzahl sind dort nicht ausgewiesen; auch zum technischen Reifegrad und zu Pilotkunden liegen keine belastbaren Angaben vor.
Das Konzept zielt auf ein Feld, in dem Touren, Schichten, Leistungsnachweise und Abrechnung üblicherweise getrennte Arbeitsschritte sind; ein System, das sie verbindet, kann Doppelerfassung vermeiden. Der Markt ist allerdings nicht leer: Für ambulante Dienste gibt es etablierte Pflegesoftware mit Anbindungen an Kassen und Abrechnungsstellen. Ein Neueinsteiger muss gerade dort überzeugen.
Ob CareConnect sein Produkt auf anderem Weg weiterentwickelt, etwa über Eigenmittel oder Kunden aus der Region Hamburg, geht aus den verfügbaren Angaben nicht hervor.
Einordnung: CareConnect adressiert einen realen Bedarf im Pflegealltag, belegt ihn bislang aber nicht mit Zahlen: Weder Kunden noch Umsätze sind öffentlich. Das Ausbleiben jeder Unterstützung bei der Crowdfunding-Kampagne ist ein Signal, aber noch kein Urteil über das Produkt. Entscheidend wird sein, ob das Startup Pilotkunden gewinnt und Integrationen in die Abrechnung nachweist.











