Der Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre ist 2026 zum zehnten Mal vergeben worden. Sieger wurde am 18. Juni an der Universität Witten/Herdecke das Start-up ShoeCommerce, das mit 3D-Fußvermessung für passgenaue Schuhe antritt und 5.000 Euro erhielt. Das berichtet die Universität; das Portal healthcare-startups.de fasste es am 6. Juli zusammen. Sieben Teams hatten sich im Finale zum Motto „Placing Health at the Heart of Business“ präsentiert, es ging um Gesundheit am Arbeitsplatz.
Das Preisgeld beträgt insgesamt 10.000 Euro. Den zweiten Platz belegte DermaPurge von Gründer Felix Klee mit 3.000 Euro; das Team gewann zusätzlich den mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis. Dritter wurde Wellenpuls von Christian Senfleben (1.000 Euro). Hinzu kommen zwei Beratungspakete von Arvato Systems im Wert von je 10.000 Euro, die an Motion Miners und Kompass 360° gingen. Ebenfalls im Finale standen Onuava und hTRIUS. Die Jury kam aus Wirtschaft, Gesundheitswesen und Wissenschaft; organisiert wurde der Abend von einem studentischen Team der Universität. Die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Mona Neubaur eröffnete ihn mit einer Videobotschaft.
Arbeitsschutz als Gründerthema
Initiatorin Sabine Bohnet-Joschko sagte, innovative Lösungen für den Arbeitsschutz retteten Leben und erhielten die Gesundheit, auf Baustellen, in Produktionshallen, in der Logistik und in der Pflege.
DermaPurge ist dafür ein Beispiel. Das Dresdner Unternehmen wurde laut chemie.de im März 2021 von Jonas Schubert, Max Schnepf und Felix Klee aus der TU Dresden heraus gegründet. Es entwickelt Hautreiniger für Gefahrstoffe, die Seife nicht entfernt: Nano-ex für Nanopartikel im Labor, Powder-ex für Metallpulver etwa aus 3D-Druck und Dentallaboren und Pak-ex für krebserregende Verbrennungsrückstände, etwa bei Feuerwehrleuten und Schornsteinfegern. Klee sagte dem Bericht zufolge, Millionen Beschäftigte in Deutschland müssten regelmäßig Gefahrstoffe von der Haut entfernen. Zu ShoeCommerce nennt die Universität die Lösung zur präzisen Fußvermessung und passgenauen Schuhversorgung; Gründer Alexander Görlitz sprach von Mut, einer guten Idee und dem Willen zur Langstreckenfähigkeit. Zu Umsätzen oder Finanzierung der Preisträger machen die Quellen keine Angaben.
Einordnung
Mit 10.000 Euro ist der Preis ein Signal, kein Finanzierungsereignis. Sein Wert liegt in der Sichtbarkeit und in den Beratungspaketen für junge Teams. Gesundheit am Arbeitsplatz hat mit dem Arbeitgeber einen klaren Käufer; ob die Preisträger daraus Umsätze machen, zeigt sich erst in den kommenden Monaten.











