Die Nominierung von Heidi Overton zur Leiterin der US-Arzneimittelbehörde FDA wird nicht vor den US-Zwischenwahlen im Senatsausschuss abgestimmt. Der Gesundheitsausschuss des Senats (HELP-Ausschuss) votiert am Mittwoch über drei andere HHS-Kandidaten, Overton ist nicht darunter. Das berichtete der Newsletter D.C. Diagnosis von STAT am 29. September 2026 (übersetzt).
Die Zeit läuft dabei nicht für die Kandidatin: Diese Woche ist laut STAT die letzte Sitzungswoche des Senats bis zum 9. November. Ein Termin für ein Ausschussvotum über die FDA-Nominierung existiert nicht. Die Entscheidung fällt damit frühestens nach den Wahlen.
Overton, Ärztin mit Promotion und bisher als Politikberaterin im Weißen Haus tätig, stellte sich am 24. September 2026 der Anhörung im HELP-Ausschuss. Nach Berichten von Fierce Pharma und anderen Medien bezeichnete sie von der FDA zugelassene Impfstoffe und das Abtreibungsmittel Mifepriston als sicher und wirksam. Sie wich aber der Frage aus, ob Präsident Trump bei verwandten medizinischen Aussagen falsch liege. Weitere Themen waren die Regulierung aromatisierter E-Zigaretten und der Status von FDA-Beratungsgremien.
Politisch ist die Lage knapp. Nach STAT genügt eine einzige republikanische Gegenstimme im Ausschuss, um die Nominierung scheitern zu lassen. Wie die schwer einzuschätzenden republikanischen Senatoren abstimmen könnten, hat die Anhörung nach Einschätzung des Newsletters kaum geklärt. Diese Frage bleibt nun bis nach den Wahlen offen.
Zum Hintergrund: Die FDA entscheidet über Zulassungen von Arzneimitteln, Impfstoffen und Medizinprodukten und ist damit für Pharma-, Biotech- und Health-Tech-Unternehmen der wichtigste Regulierer in den USA. Wer in den USA Studien oder Zulassungsanträge plant, sollte die Personalfrage deshalb im Blick behalten, auch wenn sich aus dem Verfahrensstand allein noch keine Änderung der Zulassungspraxis ableiten lässt.
Einordnung: Die Verschiebung verlängert die Unsicherheit über die künftige Linie der FDA bei Impfstoffen und Arzneimittelzulassung um mindestens fünf Wochen. Ob die Nominierung eine Mehrheit findet, hängt an einzelnen Senatoren und womöglich am Ausgang der Wahlen; belastbare Prognosen sind derzeit nicht möglich.











