Heidi Overton, von US-Präsident Trump für die Leitung der Arzneimittelbehörde FDA nominiert, hat sich am 24. September 2026 den Fragen des Gesundheitsausschusses des Senats gestellt. Sie nannte die schnellere Entwicklung von Arzneimitteln und mehr Produktion im Inland als Prioritäten, bekannte sich zur Sicherheit der Impfstoffe und wich bei Mifepriston aus. Die Angaben sind übersetzt und stammen aus Berichten von Fachmedien.
Der Ausschuss besteht aus 12 Republikanern und 11 Demokraten; die Unterstützung von Vorsitzendem Bill Cassidy gilt als entscheidend für die Bestätigung. Overton sagte zu, die gesetzlichen Vorgaben für das Amt bei Entscheidungen zu einzelnen Produkten einzuhalten. Von der FDA zugelassene Impfstoffe seien sicher und wirksam, die MMR-Impfung sei derzeit das beste Mittel gegen den Masernausbruch. Eine Antwort darauf, warum sie Trumps Aussage nicht widersprochen hatte, die Impfung sei „tödlich“, blieb sie schuldig. Einen Plan des Weißen Hauses, den kombinierten Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff in mehrere Einzelimpfungen aufzuteilen, verteidigte sie.
Beim Abtreibungsmedikament Mifepriston, dessen Sicherheit die FDA derzeit erneut prüft, sagte sie, es erfülle nach der bisherigen FDA-Prüfung die Sicherheits- und Wirksamkeitsstandards. Dem laufenden Review wollte sie nicht vorgreifen; zuvor hatte sie in einem Papier Zweifel an der Sicherheit geäußert. Senator Cassidy erinnerte sie daran, Zusagen einzuhalten, nachdem Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. ihm gegebene Garantien nicht erfüllt habe.
Für die Industrie ist anderes wichtiger. Overton will die frühe Arzneimittelforschung stärken, im Wettbewerb mit Chinas Biotechbranche bestehen und stellt mehr Inspektionen von Studiendaten aus China in Aussicht. Zudem nannte sie die beschleunigte Prüfung von Medikamenten gegen seltene Erkrankungen als Schwerpunkt. Als Beispiel für den Ansatz fiel die Initiative „Operation Trialblazer“.
Was jetzt offen ist
Die Behörde hat nach Angaben der Quelle turbulente 18 Monate hinter sich; im Mai 2026 schied Kommissar Marty Makary aus dem Amt. Wann der Senat abstimmt, ist unklar und hängt auch davon ab, ob dies vor den Zwischenwahlen im November geschieht. Ein Analyst bewertete den Auftritt als „netto positiv“.
Einordnung: Für Health-Tech- und Biotech-Gründer zählt weniger die Impfdebatte als die Frage, ob die FDA berechenbar bleibt. Overtons Linie, Tempo bei seltenen Erkrankungen, schärfere Kontrolle ausländischer Studiendaten und Standortpolitik, könnte Zulassungswege beschleunigen, aber auch Kosten für globale Studien erhöhen. Ob sie diese Linie gegen politischen Druck hält, ließ das Hearing offen.











