TWONATURALS ist ein Berliner Startup für funktionale Ernährung, gegründet von den Zwillingsschwestern Chiara und Gioia Bandholz. Das Unternehmen ist nach eigener Darstellung rund zwei Jahre alt und verkauft bislang vor allem ein pflanzliches Proteinpulver mit Probiotika. Zu Umsätzen, Preisen oder Finanzierung liegen keine öffentlichen Angaben vor.
Das Hauptprodukt heißt Vegan Protein+. Es kombiniert Erbsen-, Reis- und Mandelprotein, die zusammen ein vollständiges Aminosäureprofil ergeben sollen, mit probiotischen Kulturen. Pro Portion nennt das Unternehmen 15 Milliarden Keime der Arten Lactobacillus rhamnosus und Lactobacillus plantarum, dazu ausgewählte Vitamine und Mineralstoffe. Das Pulver kommt ohne Zuckerzusatz und ohne Süßungsmittel wie Sucralose aus, ist sojafrei und glutenfrei, wird in Deutschland hergestellt und in den Sorten Vanille und Schokolade angeboten.
Als zweites Produkt kündigt das Unternehmen Daily Electrolytes+ an: ein zuckerfreies, veganes Elektrolytgetränk in Einzelportionen mit 1.192 Milligramm Elektrolyten (Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium) sowie Vitamin C, B-Vitaminen und Zink, zunächst in der Sorte Limette.
Chiara Bandholz verantwortet Marketing, vor allem Performance- und Social-Media-Marketing. Gioia Bandholz kommt aus Produktmanagement und -entwicklung. Beide haben nach eigenen Angaben eine Ausbildung in der Beratung zu Nahrungsergänzungsmitteln absolviert. Zwischen reinen Fitness-Supplements und modernen Wellness-Bedürfnissen sehen sie eine Lücke: Produkte sollen wissenschaftlich fundiert und hochwertig sein, zugleich aber ästhetisch und unkompliziert.
Das Unternehmen bewirbt Effekte auf Verdauung, Regeneration und Wohlbefinden. Für gesundheitsbezogene Aussagen gelten in der EU enge Vorgaben: Sie sind nur zulässig, wenn sie zugelassen sind. Belege, etwa Studien zum eigenen Produkt, nennt das Startup öffentlich bislang nicht.
Einordnung
TWONATURALS ist ein Konsumgüter-Startup am Rand dessen, was MIDO Health sonst abdeckt, und kein Health-Tech im engeren Sinn. Interessant ist es als Beispiel für ein Gründerinnenteam, das Produktentwicklung, Beratungswissen und Performance-Marketing selbst abdeckt und ein überfülltes Segment über Positionierung angeht. Ob das trägt, zeigen erst Verkaufszahlen und eine Evidenz hinter den Wirkversprechen.











